15.02.2017

von B° RB

J.S. Bach: H-Moll-Messe

Bachs Hohe Messe in h-Moll wird am 18. Februar 2017 um 19:30 Uhr in der Marienkirche in Königsberg i. Bayern aufgeführt

Oratorienchor Würzburg

Die Messe gehört zu den bedeutendsten geistlichen Werken des Komponisten und ist erst kurz vor seinem Tod vollendet worden. Als einzigem Vokalwerk liegt ihm das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde, dessen Autograph seit 2015 zum UNESCO Weltdokumentenerbe gehört und sich sowohl für die evangelische wie die katholische Liturgie eignete. 

Die erstmals 1856 vollständig öffentlich aufgeführte Messe in h-Moll präsentiert der Oratorienchor Würzburg unter der Leitung von Matthias Göttemann. Der Chor wird begleitet vom Orchester Würzburg und hervorragenden Vokalsolisten für die Ariensoli. 

Das musikalisch ergreifende und qualitativ anspruchsvolle Werk begleitete Bachs Schaffensperiode über einen langen Zeitraum, wobei trotzdem ein in sich geschlossenes Werk von großer Intensität entstanden ist. Bereits das Kyrie zieht den Zuhörer in seinen Bann und das Qui tollis rührt jeden, der es singt wie hört, ans Herz.

Nach einem wie im Nichts verschwindenden et sepultus est, den Schlusstakten des Crucifixus, erscheint die Wirkung des Et resurrexit umso gewaltiger; Das Cum Sanctu Spiritu und Pleni Sunt Coeli stellen sängerische Herausforderungen dar. Doch auch den Instrumenten kommt nicht nur die Aufgabe der Begleitung, sondern einer eigenständigen symbolischen Gestaltung des Messetextes zu. Mit einem Begriff ist die Hohe Messe in h-Moll das geistliche Werk schlechthin und gehört zum Repertoire großer Oratorienchöre. Mit Abstand am häufigsten von allen Großwerken Bachs wird die Messe zur Aufführung gebracht. 

Die Chorpartien bestehen aus vier-, fünf und bis zu achtstimmigen Sätzen, wobei das bereits 1724, für den 1. Weihnachtstag komponierte Sanctus sicherlich einen klanglichen Höhepunkt des gesamten Werkes darstellt. 

Nach der Premiere in der Marienkirche Königsberg am 18.02.2017 um 19:30 Uhr wird das ca. 135 Minuten dauernde Werk in der St. Johannis Kirche in Würzburg noch am 19.02.2017 aufgeführt. 

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